Enttäuscht
Das Gefühl, dass etwas hinter dem zurückblieb, was du gehofft oder erwartet hattest.
„Ich hatte mir den ganzen Samstag für das Picknick freigehalten, und dann wurde es abgesagt.“
Mit „entmutigt“ vergleichenWörter für Gefühle, geordnet in elf Familien. Neben jedem Wort siehst du das Emotionsraster mit seinem Platz: wie viel Energie das Gefühl hat und wie angenehm es ist. Rechts daneben steht, welches der 49 Gefühle aus der App Mental ihm am nächsten kommt. Die App selbst ist auf Englisch.
Nicht dabei? Beantworte zwei Fragen: eine zu deiner Energie, eine dazu, wie angenehm sich der Moment anfühlt. Auch so landest du bei einem Feld.
Angenehm, meist mit etwas Energie dahinter.
Angenehm oder neutral, mit wenig Energie.
Wärme für jemanden oder von jemandem.
Energie, die auf etwas gerichtet ist, das du haben oder wissen willst.
Etwas kommt unerwartet, angenehm oder nicht.
Unangenehm, und die Energie lässt nach.
Wenn du gerade zu kämpfen hast, gibt es Hilfe. Anlaufstellen in deinem Land findest du auf findahelpline.com. In den USA erreichst du die 988 per Anruf oder SMS.
Unangenehme Energie wegen etwas, das passieren könnte.
Unangenehme Energie, gerichtet gegen etwas, das dir falsch vorkommt.
Zurückweichen vor etwas, das falsch oder unsauber wirkt.
Unangenehme Gefühle darüber, wie du vor dir selbst oder vor anderen dastehst.
Wenn du gerade zu kämpfen hast, gibt es Hilfe. Anlaufstellen in deinem Land findest du auf findahelpline.com. In den USA erreichst du die 988 per Anruf oder SMS.
Wenig Energie, angenehm oder nicht.
Manche Wörter liegen nah beieinander und meinen trotzdem Verschiedenes. Die Definitionen und die erfundenen Beispiele aus dem Alltag zu diesen sechs Paaren sind ein Leitfaden von Mental dazu, wie die Wörter im Deutschen üblicherweise gebraucht werden. Sie sind Ausgangspunkte, keine festen Kategorien.
Wer enttäuscht ist, denkt an ein Ergebnis, das hinter den Erwartungen zurückblieb; wer entmutigt ist, glaubt weniger daran, dass der nächste Versuch gelingt. Ein einziger Rückschlag kann beides auslösen.
Das Gefühl, dass etwas hinter dem zurückblieb, was du gehofft oder erwartet hattest.
„Ich hatte mir den ganzen Samstag für das Picknick freigehalten, und dann wurde es abgesagt.“
Mit „entmutigt“ vergleichenWeniger zuversichtlich oder weniger bereit, es weiter zu versuchen, weil das Weiterkommen schwer oder kaum möglich scheint.
„Nach drei Bewerbungen ohne Antwort kommt mir die nächste sinnlos vor.“
Mit „enttäuscht“ vergleichenFrustriert bist du, wenn dir etwas im Weg steht. Gekränkt bist du, wenn du dich ungerecht behandelt fühlst. Ein kaputter Drucker kann dich frustrieren; dass es jedes Mal an dir hängen bleibt, ihn zu reparieren, kann dich kränken.
Verärgert oder aufgebracht, weil dir bei dem, was du gerade versuchst, etwas im Weg steht.
„Jedes Mal, wenn ich auf ‚Absenden‘ klicke, ist das Formular wieder leer.“
Mit „gekränkt“ vergleichenVerletzt und verärgert über etwas, das sich ungerecht oder aufgezwungen anfühlt oder das niemand anerkennt; der Groll bleibt oft eine Weile.
„Ich habe schon wieder die Spätschicht übernommen, und niemand hat mich auch nur gefragt.“
Mit „frustriert“ vergleichenWer nervös ist, spürt vor allem Unruhe und Anspannung. Wer besorgt ist, denkt eher daran, was schiefgehen könnte. Im Alltag gehen die beiden Wörter oft ineinander über.
Unruhig, angespannt oder zappelig, wenn es auf den Ausgang ankommt oder er ungewiss ist.
„Gleich muss ich reden, und ich spiele die ganze Zeit mit meinem Stift herum.“
Mit „besorgt“ vergleichenBeunruhigt wegen etwas, das bevorsteht, weil du vermutest, dass es schwierig wird oder schiefgeht.
„Vor dem Gespräch morgen mache ich mir Sorgen, dass wir uns wieder streiten.“
Mit „nervös“ vergleichenWer einsam ist, vermisst Verbundenheit mit anderen; isoliert kann auch einfach eine Lage beschreiben: getrennt sein oder wenig Kontakt haben. Allein zu sein muss sich nicht einsam anfühlen, und Gesellschaft bringt nicht immer Nähe.
Du vermisst Nähe, Gesellschaft oder das Gefühl, verstanden zu werden.
„Auf der Party sind alle freundlich, aber ich wünschte, hier würde mich jemand richtig kennen.“
Mit „isoliert“ vergleichenAbgeschnitten von anderen Menschen oder vom Geschehen; das Wort kann auch einfach die Lage beschreiben, wenig Kontakt zu haben.
„Diese Woche arbeite ich allein und habe das Gefühl, bei den Gesprächen im Team außen vor zu sein.“
Mit „einsam“ vergleichenZufriedenheit heißt, dass das, was gerade da ist, genügt. Erleichterung heißt, dass eine Last leichter wird oder etwas Befürchtetes nicht eintritt. Erleichtert zu sein bedeutet nicht unbedingt, dass sich jetzt alles gut anfühlt.
Im Reinen damit, wie die Dinge gerade sind, ohne dass dieser Moment mehr sein muss.
„Heute Abend ist nichts Besonderes geplant, und Tee und ein Buch reichen mir.“
Mit „erleichtert“ vergleichenDie Anspannung lässt nach, weil eine Sorge, ein Druck oder eine Schwierigkeit verschwunden oder kleiner geworden ist.
„Mein Schlüssel lag die ganze Zeit am Empfang. Ich muss nicht mehr alle Wege noch einmal abgehen.“
Mit „zufrieden“ vergleichenWenn dir etwas peinlich ist, geht es darum, dass andere etwas gesehen haben und wie du gewirkt hast; bei Schuld geht es um etwas, das du getan hast und für falsch hältst. Sich schuldig zu fühlen beweist für sich allein noch nicht, dass du etwas falsch gemacht hast.
Unangenehm befangen, wenn die Aufmerksamkeit auf einen Fehler fällt, auf einen ungeschickten Moment oder auf etwas, das du lieber für dich behalten hättest.
„Ich habe jemandem begeistert zugewinkt, der eigentlich der Person hinter mir gewinkt hat.“
Mit „schuldbewusst“ vergleichenBelastet von dem Gedanken, dass etwas, das du getan oder unterlassen hast, gegen deine Werte verstoßen oder jemanden verletzt hat.
„Ich hatte versprochen anzurufen, habe es vergessen, und jetzt nagt es an mir, dass ich jemanden im Stich gelassen habe, der mir wichtig ist.“
Mit „peinlich berührt“ vergleichenAlle 183 Wörter stehen im selben Raster wie die 49 Gefühle im Emotionsraster: sieben Stufen Energie von unten nach oben und sieben Stufen von links nach rechts, von unangenehm bis angenehm. Das kleine Quadrat neben einem Wort ist dieses Raster, und das Feld des Wortes leuchtet darin.
14 Wörter kommen in einer der 49 Formulierungen des Rasters vor und stehen deshalb in deren Feld. 156 Wörter übernehmen das Feld des englischen Wortes, dem sie entsprechen, aus der Gefühle-Liste (auf Englisch). Dort beruhen die Plätze auf veröffentlichten Bewertungen dazu, wie angenehm englische Wörter sind und wie viel Energie in ihnen steckt (Warriner, Kuperman und Brysbaert, 2013; die Glasgow Norms, 2019). Dabei bleibt jedes Wort in den Feldern, die zu seiner Familie passen, und wo das noch falsch wirkte, wurde es von Hand gesetzt. Die Bewertungen beschreiben englische Wörter, deshalb kann ein deutsches Wort etwas anders liegen.
Danach wurde jedes Wort neben seiner Formulierung gelesen. Wörter, neben denen ein anderes Gefühl stand, wurden verschoben, jedes mit einer schriftlichen Begründung in den Daten hinter dieser Seite.
13 Wörter haben in der englischen Liste keine Entsprechung. Jedes wurde von Hand in das Feld des englischen Wortes gesetzt, das ihm am nächsten kommt; die Begründung steht schriftlich in den Daten hinter dieser Seite.
Nimm einen Platz als Ausgangspunkt. Wenn ein benachbartes Feld besser zu deinem Moment passt, ist dieses Feld die bessere Antwort.
Die Formulierung neben jedem Wort ist ein Link: Sie öffnet das Emotionsraster mit genau diesem Feld, und du kannst den Moment gleich als Eintrag festhalten. Wenn du lieber beim Moment anfängst als bei einem Wort, beantworte zwei Fragen; sie führen dich zu einem Feld. Eine Übersicht der 49 Gefühle auf einer Seite zum Ausdrucken ist die Gefühlstabelle (auf Englisch).
Zwei Wörter können gleichzeitig stimmen. Wie du beide festhältst, zeigt der Ratgeber zu gemischten Gefühlen (auf Englisch). Um aus einem Wort einen kurzen täglichen Eintrag zu machen, nutze die Anleitung für den täglichen Stimmungseintrag (auf Englisch). In Mental wählst du beim Check-in aus genau diesen 49 Gefühlen.
Bewertungen: Warriner, Kuperman und Brysbaert (2013), Norms of valence, arousal, and dominance for 13,915 English lemmas; Scott und andere (2019), The Glasgow Norms, genutzt unter CC BY 4.0. Die beiden Achsen folgen dem Artikel „A Circumplex Model of Affect“ von James A. Russell aus dem Jahr 1980. Die Felder beruhen auf Bewertungen englischer Wörter. Die Auswahl der deutschen Wörter, ihre Platzierungen von Hand, die Familien, die Definitionen und die Beispiele sind eigene redaktionelle Arbeit von Mental. Diese Liste beschreibt Momente; sie ist kein Test und keine Diagnose.